|
HABICHTSWALDKLINIK
Klinik für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde
Abteilung Innere Medizin und Naturheilkundliche Ambulanz
34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe
Informationen zu Krankheiten
Weitere Medizinische
Informationen und Links - speziell auch von
der
Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik -
klicken Sie hier |
Gicht
Oh, Schmerz lass nach.....
Noch vor wenigen
Generationen war die Gicht eine äußerst seltene Erkrankung. Sie kam fast nur bei
wohlhabenden Bürgern (Überernährung) sowie Adeligen (hoher Konsum von Wildbret)
vor. Die Gicht ist also eine typische Zivilisationskrankheit. Heute weisen viele
Menschen eine erhöhte Harnsäure auf, bei nicht wenigen kommt es zu unangenehmen
Gicht anfällen. Unter Beachtung der bekannten Risikofaktoren lässt sich dies aber
sehr leicht vermeiden.
Ohne Harnsäure keine
Gicht
Die Harnsäure ist ein
Abbauprodukt des Purinstoffwechsels. Die Löslichkeitsgrenze für Harnsäure bei
37° C (Körpertemperatur) liegt bei 6,5 mg/dl. Daher ist dies der Grenzwert, der
nicht überschritten werden sollte. Bei höheren Werten besteht die Gefahr, dass
die Harnsäure als Kristall im Gewebe ausfällt, was dann einen der gefürchteten
Gicht anfälle auslöst. Nach einer Untersuchung an Blutspendern (das sind in der
Regel ja eher gesunde Menschen) wiesen etwa 3 % der Frauen, aber knapp 30 % der
Männer Werte oberhalb dieser Grenze auf, hatten also eine erhöhte Harnsäure im Blut mit der Gefahr eines Gicht anfalles. Ein solcher tritt aber
meist erst bei höheren Werten (z.B. über 10 mg/dl) auf.
So sieht die
Harnsäure als chemische Formel aus
Ursachen für
Gicht
Es gibt ganz seltene Formen
der so genannten primären
Hyperurikämie, bei der aufgrund eines angeborenen
Stoffwechseldefektes vermehrt Harnsäure im Stoffwechsel entsteht.
Etwas häufiger sind erhöhte
Harnsäuren schon durch andere Erkrankungen oder durch
Medikamente. Hier sind die
Polycythaemia vera (vermehrte Bildung von roten Blutkörperchen) oder eine
CML (Chronisch Myeloische Leukämie) zu nennen. Eine
Niereninsuffizienz
(Nierenfunktionsschwäche) führt über eine Verminderung der Harnsäureausscheidung
ebenfalls zu erhöhten Harnsäurewerten. Eine
Übersäuerung des Organismus
(Ketoazidose) vermindert die Fähigkeit der Niere, die Harnsäure in genügendem
Umfang auszuscheiden, weil die verschiedenen Säuren um die Ausscheidung quasi
konkurrieren.
Die wichtigsten
Medikamente,
die zu erhöhter Harnsäure beitragen können, sind die
Diuretika
(Entwässerungsmittel). Diese fördern zwar die Ausscheidung von Wasser und
Blutsalzen, die Harnsäure wird aber vermehrt zurückgehalten. Bei
Bluthochdruck
und bekannter Neigung zu Hyperurikämie sollte also wenn irgend möglich auf
Blutdrucksenker wie
Beta-Blocker,
ACE-Hemmer,
Kalziumantagonisten oder
Sartane
zurückgegriffen und
Diuretika vermieden werden. Auch
Zytostatika
(Anti-Krebsmittel) führen nicht selten zu einer Gicht.
Die häufigste Ursache für
Gicht ist allerdings die Lebensweise. Die wichtigsten
Risikofaktoren für erhöhte Harnsäurewerte sind:
·
Purinreiche
Ernährung
· Übergewicht
·
Hoher
Alkoholkonsum
·
Zu geringe
Trinkmenge
·
Fruktosehaltige
Getränke
·
Bewegungsmangel
·
Geringe Vitamin C-Zufuhr
Symptomatik – Woran kann ich eine erhöhte Harnsäure erkennen?
Genau das ist das Problem:
Harnsäure selbst tut (zunächst erstmal) nicht weh. Der Arzt entdeckt die
erhöhte Harnsäure oft erstmals im Rahmen einer Routineblutuntersuchung. Erst wenn
das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist und massiv erhöhte Werte zu einem
Gicht anfall geführt haben, dann ist das Geschrei groß. Und dies im wahrsten
Sinne des Wortes. Ein Gicht anfall schmerzt nämlich richtig. Prinzipiell
können alle Gelenke betroffen sein. Am gefährdetsten für einen
Gicht
anfall ist
aber das Großzehengrundgelenk. Wenn dieses Gelenk plötzlich stark schmerzt, rot
und heiß ist, dann können die mikroskopisch kleinen, aber nadelspitzen
Harnsäurekristalle für die akute Gelenkentzündung verantwortlich sein.
Harnsäurekristalle
unter dem Mikroskop – schön, spitz und
sehr schmerzhaft!
Eine andauernde starke
Erhöhung der Harnsäure kann auch zu Ablagerungen in anderen Geweben als den
Gelenken führen. Diese so genannten Gichttophi
sind besonders häufig am
Ohr zu finden.

Der akute Gichtanfall
beginnt meist am Großzehengrundgelenk
Und schließlich kann eine
anhaltend hohe Harnsäure, die ja über die Niere „entsorgt“ werden muss, zu
Nierenschädigungen und Harnsäurenierensteinen führen. Wenn sich ein
solcher Stein aus dem Nierenbecken in den Harnleiter verlagert und dort stecken
bleibt, dann kommt es zu einer Nierenkolik, die dann wiederum richtig wehtut.
Therapie – Was macht der Arzt, was sollte der Patient tun?
Der akute
Gicht
anfall muss
antientzündlich behandelt werden. Hier setzt der Arzt
NSAR wie Ibuprofen
oder Diclofenac ein, bei Unverträglichkeit ggf.
Kortison. Eines der
wichtigsten schulmedizinischen Mittel zur Behandlung der Gicht kommt
interessanterweise aus der
Phytotherapie. Es handelt sich um das
Colchicin
aus der Herbstzeitlosen. Wegen möglicher starker Nebenwirkungen bei nicht
richtig gesteuerter Therapie unterliegt das Colchicin allerdings der
Rezeptpflicht. Auf gar keinen Fall darf der Patient hier zur Selbstmedikation
greifen und sich etwa einen Salat oder einen Tee aus der Herbstzeitlosen
bereiten.
Die chronische Hyperurikämie
wird schulmedizinisch mit harnsäuresenkenden Präparaten wie
Allopurinol,
Benzbromaron oder Probenecid behandelt. In der Regel wird eine
solche Therapie bei einer Harnsäure ab 8,5 mg/dl begonnen. Ab 10 mg/dl sollte
auf jeden Fall behandelt werden. Bei bereits stattgehabten Gicht anfällen kann
auch schon bei einem Wert über 6,5 mg/dl die Medikamentengabe indiziert sein.
Schöner wäre es natürlich,
wenn wir es gar nicht erst zu überhöhten Werten oder gar einem
Gicht anfall
kommen lassen würden. Auch leicht erhöhte Werte lassen sich völlig ohne
Medikamente in der Regel sehr leicht und rasch in den Griff bekommen – wenn der
Patient bereits ist, an der Senkung der Harnsäure aktiv mitzuarbeiten und zu
entsprechenden
Änderungen der Lebensweise bereit ist. Und diese Änderungen
wollen wir uns jetzt einmal näher anschauen.
Die
Herbstzeitlose – schön, giftig und hilft bei Gicht
Ernährung – ohne Purine keine Harnsäure
Da Purine die Vorstufe der
Harnsäure darstellen, können wir mit einer purinarmen Kost eine Senkung der
Harnsäure bewirken. Die Tabelle führt den Puringehalt einiger wichtiger
Lebensmittel auf. Purinreiche Lebensmittel sollten gemieden, purinarme sollen
bevorzugt werden.
Generell sind alle Fische,
Fleisch- und Wurstwaren sehr purinreich, wobei Innereien die Hitliste anführen.
In einer 12 Jahre dauernden großen Studie konnte gezeigt werden, dass bei hohem
Fleisch- oder Fischkonsum das Risiko für einen Gichtanfall um 40 bis 50 %
ansteigt (*1).
|
Hoher Puringehalt
(> 100 mg, alle Angaben in mg/100 g) |
|
Fleischextrakt |
3000 |
|
Bries/Thymus |
1000 |
|
Milz |
300 |
|
Leber, Niere, Lunge, Herz |
200-300 |
|
Sardellen, Ölsardinen,
Brathering, Thunfisch, Sprotten. Heringsfilet, Muscheln |
200-400 |
|
Rindfleischbouillon, Bockwurst,
Bratwurst, Aufschnittwurstsorten, Schweinefleisch, Rindfleisch,
Kalbfleisch, Schinken |
100-200 |
|
Forellen, Karpfen, Seezunge,
Hecht, Rotbarsch, Dorsch, Heilbutt, Kaviar, Seelachs, Bückling,
Zander, Scholle |
100-200 |
|
Truthahn,
Huhn, Gans |
100-150 |
|
Reh,
Hirsch, Hase, Fasan |
ca. 100 |
|
Linsen, grüne Erbsen, weiße
Bohnen, Erdnüsse |
100-200 |
|
Gerstenmehl, Graupen, Hafergrütze |
ca. 150 |
|
Mäßig hoher Puringehalt
(50 - 100 mg/100 g)
|
|
Blutwurst, Schinken, roh, Speck,
Hühnerleber, Ente, Kaninchen |
70-90 |
|
Geräucherte Makrele, Austern, Aal,
Schillerlocken, Krabben, Hummer |
60-90 |
|
Spinat, Rosenkohl, Steinpilze |
50-70 |
|
Haferflocken, Paniermehl, Gries
|
50-70 |
|
Geringer Puringehalt
(< 50 mg/100 g) |
|
Feldsalat, , Spargel, Möhren,
Champignons, Nudeln, Kartoffeln, Tomaten |
10-40 |
|
Roggenbrot, Mischbrot, Weizenmehl,
Weißbrot |
10-40 |
|
Eier |
2 |
|
Purinfreie Lebensmittel
Heimisches Obst, alle Nüsse außer Erdnüsse, alle Gemüse außer
den oben genannten, Reis, Getreide, Getreideprodukte und Teigwaren, Milch,
Butter, Käse, Joghurt, Quark, Süße/saure Sahne, Mineralwasser, Kaffee, Tee,
Kakao, Fruchtsäfte, Limonade, Margarine, Fette, Öle, Marmelade, Honig,
Zucker, Schokolade, Gewürze |
Auch Fett in der Nahrung
sollte der Patient mit erhöhter Harnsäure beachten. Eine fettreiche Kost führt zur
Bildung von Ketonen, welche wiederum die Harnsäureausscheidung in der Niere
behindern. Der Harn sollte nicht zu sauer sein. Je alkalischer (also je weniger
sauer) der Harn ist, desto mehr Harnsäure kann ausgeschieden werden. Entsäuernde
Maßnahmen über eine basenbildende Kost und ggf. auch alkalisierende
Nährstoffpräparate sind also hilfreich bei erhöhte Harnsäure und zur Gichtvorbeugung
(informieren Sie sich unter
www.migraene-1.de/ernaehrung-kopfschmerzen/).
Übergewicht führt zu
Gicht
Neben der
Ernährung stellt
das
Übergewicht
einen der Hauptfaktoren für erhöhte Harnsäure und Gicht
dar. In der schon erwähnten Studie hatten Menschen mit einem BMI (Body Mass
Index, normal 20-25) von 25 bis 30 (also leichtes Übergewicht) doppelt so viele,
Menschen mit einem BMI über 35 (starkes Übergewicht) sogar dreimal so viele
Gicht
anfälle wie Normalgewichtige.
Die Untersuchung zeigte
darüber hinaus, dass nicht nur hohes Körpergewicht Gicht anfälle begünstigt.
Unabhängig vom Ausgangsgewicht steigerte auch die Gewichtszunahme das Risiko für
eine Gicht signifikant (*2).
Allerdings müssen wir auch
den umgekehrten Fall berücksichtigen. Eine sehr schnelle Gewichtsabnahme (z.B.
durch eine Crash-Diät, aber auch durch
Heilfasten) lässt die Harnsäure ebenfalls
in die Höhe schnellen. Wir „verdauen“ uns dann ja selbst und dabei wird (im
biologischen Sinne) viel „tierisches“ Eiweiß mit Purinen zu Harnsäure abgebaut.
Auch aus diesem Grunde sind langsame Gewichtsreduktionen günstiger als
Radikalkuren. Bei einem kurzzeitigem
Heilfasten (bis zu einer Woche) habe ich
noch nicht gesehen, dass eine dramatisch hohe Harnsäure erreicht wurde. Ist aber
bereits vor dem Fastenbeginn die Harnsäure erhöhte, gebe ich sicherheitshalber
Allopurinol. Ist ein längeres Fasten beabsichtigt, dann kontrolliere ich nach 7
bis 10 Fastentagen die Harnsäure im Blut und gebe bei Werten über 8,5 mg/dl
Allopurinol. Mit diesem Procedere habe ich im
Heilfasten noch nie einen
Gicht
anfall gesehen.
Gicht durch hohen
Alkoholkonsum
In den letzten Jahren ist ja
fast nur noch vom gesundheitlichen Nutzen des
Alkohols die Rede. Dass
Alkohol
auch gesundheitliche Risiken beinhaltet, wird kaum noch wahrgenommen. Bei der
Gicht besteht hieran aber kein Zweifel.
Alkohol fördert die Bildung von
Harnsäure in der Leber, behindert die Ausscheidung der Harnsäure über die Niere
und führt daher zu teilweise deutlichen Anstiegen im Blut. Die schon erwähnte
Studie untersuchte auch den Einfluss von
Alkohol
auf die Gicht. Menschen,
die täglich mehr als 50 g reinen
Alkohols konsumierten (entspricht etwa zwei
Flaschen Bier), hatten mehr als zweieinhalb Mal so viele Gicht
anfälle wie
Abstinenzler. Bier wies sich dabei als gefährlicher als andere Alkoholarten.
Immerhin: Bei moderatem Weingenuss (ein Glas täglich) konnte keine
Risikoerhöhung gefunden werden (3). Hierzu muss allerdings angemerkt werden,
dass die untersuchten Menschen zu Beginn der Studie gesund waren. Bei bekannten
Gicht
anfällen oder bereits deutlich erhöhter Harnsäure sollte auch diese Menge
noch mal deutlich eingeschränkt werden.
Trinken senkt die Harnsäure
Reichliche
Flüssigkeitszufuhr verdünnt den Harnsäuregehalt und hilft über eine vermehrte
Flüssigkeitsausscheidung auch die Harnsäureausscheidung über die Niere. Menschen
mit Gicht sollten daher viel trinken – mindestens zwei Liter, besser
mehr.
Alkohol (s.o.) zählt dabei nicht als Getränk. Softdrinks (s.u.) sind
ebenfalls kontraproduktiv. Am besten ist die Zufuhr von mineralreichen
Mineralwässern, da sie nicht nur Flüssigkeit zuführen, sondern auch den Harn
alkalisieren. Wichtig ist dabei ein hoher Bikarbonatgehalt (> 500 mg/l, je mehr,
desto besser).
Ein Trost für die
„Kaffeetanten“. Die Zufuhr von Kaffee hat sich zur Senkung der Harnsäure als
nützlich erwiesen. Je mehr Kaffee getrunken wurde, desto stärker war die
Reduktion ausgeprägt. Die Koffeinzufuhr spielt dabei offensichtlich keine Rolle,
da es keinen statistischen Zusammenhang zwischen dem zugeführten Gesamtkoffein
und der Harnsäure gab. Auch Teezufuhr führte nicht zu einer Harnsäuresenkung
(*4). Kaffee ist also nützlich bei erhöhter Harnsäure – die „Gegenanzeigen“ von
Kaffee bei
Migräne oder
Erschöpfung sollten aber beachtet werden.
…nicht aber das Trinken von Softdrinks
Der Konsum von so genannten
Softdrinks wie Cola, Fanta, Sprite etc. ist in Industrienationen sehr hoch und
steigt noch an, da Kinder von klein auf große Mengen verzehren. Ein hoher Konsum
solcher Getränke fördert aber die Entstehung von Gicht. Ein Verzehr von mehr als
zwei Drinks pro Tag führt fast zu einer Verdoppelung des Risikos für einen
Gicht anfall im Vergleich zum Trinken von weniger als einem Drink pro Tag. Dass
es dabei hauptsächlich um die Fruktose und nicht um andere Bestandteile dieser
Fruchtsaftgetränke ging, zeigt die Tatsache, dass Diätgetränke (mit Süßstoffen
anstelle von zusätzlicher Fruktose) nicht zu einem Anstieg des Risikos führten
(*5).
Süßstoffe haben dafür wieder andere Nachteile (siehe
auch unter
Süßstoff), zu Gicht führen sie
jedenfalls nicht. Besser als industriell hergestellte Softdrinks sind sicherlich
Fruchtsaftschorlen mit reinen Fruchtsäften und Mineralwasser, wenn man nicht von
vornherein zum Mineralwasser greifen möchte.
Sport schützt vor Gicht
Dass regelmäßiges
Ausdauertraining den Blutdruck senkt, das
Cholesterin reduziert, das
Übergewicht
abbaut und auch vor
Diabetes schützt, ist unter Ärzten unbestritten und hat sich
mittlerweile auch in der Bevölkerung herumgesprochen. Dass Sport aber auch vor
Gicht schützt, dürfte für viele neu sein. Eine große Studie fand ein halbiertes
Risiko für einen Gichtanfall, wenn täglich eine Strecke von 8 km im Vergleich zu
Bewegungsmuffeln bewältigt wurde (*6). Also: Man kann der Gicht auch einfach
davonlaufen. (siehe auch:
Gesünder
Leben)
Ascorbinsäure gegen Harnsäure
Eine hohe Zufuhr von
Ascorbinsäure (Vitamin
C) senkt die Harnsäure im Blut. Eine große Studie konnte
zeigen, dass mit zunehmender Vitaminmenge die Harnsäure kontinuierlich niedriger
wurde. Die niedrigsten Harnsäurewerte konnten bei einer Zufuhr von 500 mg
erzielt werden. Eine höhere Menge war nicht schädlich, führte aber auch nicht zu
noch niedrigeren Werten. Das Risiko, einen Grenzwert von 6 mg/dl zu
überschreiten, war bei Menschen mit hoher Vitamin C-Zufuhr im Vergleich zu
niedriger auf ein Drittel reduziert (*7). Das
Vitamin C aus der Dose ist dabei
ebenso wirksam wie aus Früchten. Der Konsum von mehr als zwei Stücken Obst pro
Tag führte im Vergleich zu weniger als einem halben Stück zu einer Halbierung
des Risikos für Gicht
anfälle (6). Also: Esst Obst und Ihr bleibt gesund – auch
in Bezug auf die Gicht.
Vitamin
C im
polarisierten Licht – schön und senkt die
Harnsäure
Fazit
Wir sehen also: Erhöhte
Harnsäure lässt sich – nicht nur mit Medikamenten – leicht senken,
Gicht anfälle
sind damit sicher vermeidbar. Man muss nur einige Hinweise zur
Ernährung und zur
Lebensweise beachten. Es sind dies nahezu dieselben Empfehlungen, die man
allgemein zur Gesunderhaltung ohnehin berücksichtigen sollte. Diese Empfehlungen
sind keineswegs nur theoretische Spekulation, sondern konnten in
wissenschaftlichen Studien mittlerweile abgesichert werden, sind also
evidenzbasiert. Wir wissen sogar, welches Ausmaß welche Faktoren aufweisen.
Also: Werden Sie nicht
(harn)sauer, sondern schützen Sie Ihre Gelenke. Wie das ganz einfach geht,
wissen Sie jetzt. Viel Erfolg für Ihre Gelenke wünscht Ihnen Ihr
Dr. Volker
Schmiedel
Chefarzt der Inneren
Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin
(Univ. Mailand).

|
Weitere Medizinische Informationen und Links für Patienten und Interessierte
- von Abnehmen bis Zöliakie -
finden Sie hier. |
Literaturhinweise:
(*1) Choi, HK et al.: Purine-rich foods, dairy and protein intake, and the
risk of gout in men. N Engl J Med, 2004, 1093-1103
(*2) Choi, HK et al.: Obesity, weight change, hypertension, diuretic use and
risk of gout in men: the health professionals follow-up study. Arch Intern Med,
2005, 742-748
(*3)
Choi, HK et al.: Alcohol intake and risk of incident gout in men: a
prospective study. Lancet, 2004, 1277-81
(*4) Choi, HK et al.: Coffee, tea, and caffeine and serum uric acid level: the
third national health and nutrition examination survey. Arthritis Rheum, 2007,
816-821
(*5)
Choi, HK et al.: Soft drinks, fructose consumption, and the risk of put
in men: prospective cohort sudy. BMJ, 2008, 309-312
(*6) Williams, PT.: Effects of diet, physical activity and performance, and
body weight on incident gout in ostensibly healthy, vigorously active men. Am J
Clin Nutr, 2008, 1480-1487
(*7) Gao, X et al.: Vitamin C Intake and Serum Uric Acid Concentration in Men.
J Rheumatol, 2008, im Druck
Zur
Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw.
Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur
Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der
naturkundlichen Privatambulanz.
Alle
notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der
Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt
werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
http://www.habichtswaldklinik.de/Die_Abteilung_Innere_Medizin.html
Informationen über ambulante
Diagnostik und Therapie:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturheilk_Ambulanz.html
Hier finden Sie weitere
Gesundheitstipps:
http://www.gesundheitstipps.wicker-kliniken.de/
Die aktuellen und archivierten
Naturheilkundlichen Newsletter finden Sie hier:
http://www.habichtswaldklinik.de/Naturlheilkundlicher_Newsletter.html
Sie möchten diesen Artikel
ausdrucken? Markieren Sie den Text, gehen Sie in der Symbolleiste auf
"Datei",
dann auf "Drucken", danach "Markierung" anklicken und dann erst drucken,
denn sonst verlieren Sie durch die nachfolgende Textübersicht unnötiges
Papier.
Weitere
Informationen zu
Krankheiten finden Sie bei der
Wicker-Gruppe unter
www.informationen-zu-krankheiten.de.
Info-Material zur Klinik anfordern:
www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html
Die
Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001zertifiziert.
Unsere Klinik ist von allen
gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als
Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten
Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber
zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl.
der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn
Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621,
E-Mail)
Weitere Fragen?
Schicken Sie uns eine Email
Telefon +49 (0) 56 1- 31 08 - 102 oder - 622
Telefax 31 08 - 104
Habichtswaldklinik
·
Impressum·
Anfahrt
Wigandstraße 1 · 34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe (Germany)
Telefon +49 (0) 56 1-3108-0 · Telefax 31 08 - 128
Servicetelefon 0800 / 8 90 11 00 · Info-Fax 0800 / 7 32 73 80
Haftungshinweis: Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im
Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher
Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den
Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
|